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Wer bisher noch nie mit WordPress oder einer eigenen Webseite etwas zu tun hatte, für den ist der Einstieg in die Materie oftmals sehr schwer. Aber das muss es gar nicht! WordPress installieren ist wirklich kinderleicht und definitiv kein Hexenwerk – auch für unerfahrene Benutzer.

In dieser Anleitung findest du alles was du dazu wissen musst und wenn es nicht zu unvorhersehbaren Problem kommt, dann hast du in 30 Minuten deinen eigenen Blog bzw. deine Webseite soweit online, dass du damit arbeiten kannst. Also, los geht’s!

Hinweis:
Sollte es dir dennoch nicht gelingen, dein WordPress sauber zu installieren, dann kannst du dich gerne bei uns über das Kontaktformular melden.

1. Die Vorbereitung (Webhosting, FTP, MySQL)

So, ich würde sagen wir holen nun einmal tief Luft, schauen ob noch genug Kaffee im Becher neben dir steht und dann geht’s los! 🙂

Bevor du WordPress installieren kannst, brauchst du noch ein paar Dinge und musst das ein oder andere vorbereiten, aber keine Angst. wir gehen alles Schritt für Schritt durch.

1.1. WordPress herunterladen

Als erstes musst du dir WordPress herunterladen. Hierzu gehst du auf https://de.wordpress.org und klickst dort den blauen Button an der rechten Seite. Hier findest du immer die neuste, stabile Version (also keine Vorabversionen) und zudem immer auf Deutsch. Wenn du lieber eine englische WordPress Installation starten möchtest, dann findest du den Download unter https://wordpress.org. Wir nehmen in dem Tutorial einfach mal du deutsche WordPress Version.

Du hast nun eine Datei namens wordpress-3.6.1-de_DE.zip auf deinem PC, die du zunächst entpacken musst und in der du einen Ordner namens „wordpress“ mit folgenden Dateien findest:

  • index.php
  • license.txt
  • liesmich.html
  • readme.html
  • wp-activate.php
  • wp-admin
  • wp-blog-header.php
  • wp-comments-post.php
  • wp-config-sample.php
  • wp-content
  • wp-cron.php
  • wp-includes
  • wp-links-opml.php
  • wp-load.php
  • wp-login.php
  • wp-mail.php
  • wp-settings.php
  • wp-signup.php
  • wp-trackback.php
  • xmlrpc.php

Zu Sicherheitszwecken würde ich dir empfehlen die Dateien license.txt, liesmich.html und readme.html zu löschen. So können Bots diese Dateien nicht finden und können, je nach Crawler-Technik, nicht direkt darauf schließen, dass du WordPress benutzt.

Im Anschluss können wir den Ordner erstmal bei Seite legen und machen direkt weiter.

1.2. Webhosting oder lokale Installation?

Nun ist die Frage, ob du mit deiner WordPress Installation direkt ins Netz willst, also ob andere die Seite besuchen können oder ob du erstmal für dich persönlich ein wenig mit WordPress rumspielen und experimentieren möchtest.

Wenn du die Seite direkt online haben möchtest, brauchst du einen Webspace und eine Domain. Wir haben vor kurzem den Artikel „WordPress Hosting“ veröffentlicht, in dem wir auf alle Punkte eingehen, die du bei der Suche nach einem passenden Hoster beachten musst. Daher werde ich an dieser Stelle nicht weiter auf diesen Punkt eingehen, solltest du dennoch hierzu Fragen haben stehe ich dir gerne in den Kommentaren mit Rat und Tat zur Seite.

Solltest du dich für die zweite Variante entscheiden und WordPress erstmal auf deinem PC installieren, so musst du dir zunächst XAMPP Installieren. Hierzu haben wir einen zweiteiligen Artikel geschrieben, der dir bei der Installation von XAMPP unter Windows hilft. Die eigentliche WordPress Installation unterscheidet sich bei einem Webhosting oder einem lokalen Webserver nicht wirklich. Lediglich beim „Hochladen“ der Dateien kommt es zu einem Unterschied. Aber wenn wir an dieser Stelle sind geb‘ ich dir bescheid, was zu beachten ist.

1.3. WordPress Files hochladen (FTP Zugang)

So, nachdem wir uns nun entschieden haben, ob wir WordPress lokale oder online installieren möchten geht es weiter.

Wenn du WordPress mit XAMPP auf deinem PC installieren möchtest, musst du den zuvor entpackten Ordner unter c:xampphtdocs (oder je nachdem wo du XAMPP installiert hast einen anderen Pfad) ablegen. An der Stelle würde ich dir direkt empfehlen, den Ordner nicht „wordpress“ zu benennen, falls du mal eine weitere Installation einrichten möchtest, kommst du da ruck zuck durcheinander. Also: einen guten Namen vergeben, auch wenn es nur lokal ist.

Solltest du dich hingegen für die Online-Variante entschieden haben, so muss der Inhalt des WordPress Ordners auf deinem Webspace hochgeladen werden. Hierzu benötigen wir eine FTP Client wie FileZilla, WinSCP oder was ich gerne nutze: FlashFXP. Um dich per FTP auf deinen Server zu verbinden, hast du von deinem Webhoster einige Daten bekommen oder diese sogar (teilweise) selbst hinterlegt. Wir brauchen einen Servernamen (Host), einen Benutzernamen (User) ein Passwort (Pass) und einen Port. Wobei der Port standardgemäß 21.

Nachdem du die Daten eingegeben hast und mit dem Server verbunden bist, musst du nun in das Verzeichnis wechseln, mit dem deine Domain verbunden ist, die du vorher angelegt hast. Bei Alfahosting (unserem Hoster) wäre es zum Beispiel: /html/wpsnippets.de/. In dieses Verzeichnis lädst du dann die Inhalte des Ordners „wordpress“ hoch. Bitte nicht den kompletten Ordner, sonst hast du später das Problem, dass deine WordPress Seite oder dein Blog unter „domain.de/wordpress/“ erreichbar ist und du musst die gesamte Installation umziehen.

Noch ein kleiner Tipp. Um WordPress etwas schneller hochzuladen empfiehlt es sich folgende Verzeichnisse vorher zu löschen. Das wäre zum einen das Plugin akismet, was standardgemäß mit WordPress ausgeliefert wird, was ich z.B. nie verwende, dann die hello.php, ein simples Dummy-Plugin und die beiden Themes TwentyTen und TwentyEleven, sowie deren Sprachdateien.

  • wordpresswp-contentpluginsakismet
  • wordpresswp-contentpluginshello.php
  • wordpresswp-contentthemestwentyeleven
  • wordpresswp-contentthemestwentyten
  • wordpresswp-contentlanguagesthemes
    • twentyeleven-de_DE.mo
    • twentyeleven-de_DE.po
    • twentyten-de_DE.mo
    • twentyten-de_DE.po

Nun noch alle Dateien hochladen und in der Zeit erstmal einen neuen Kaffee holen, denn das Ganze dauert, auch bei einer schnellen Internetverbindung einige Minuten. Bis gleich…

So, nachdem ich nun meine halbe Küche unter Wasser gesetzt habe, da ich meine Senseo nicht richtig zugemacht habe, können wir ja weiter machen. *schlürf*

1.4. MySQL Datenbank

Gleich geht’s los, aaaaber… vorher: WordPress ist zwar bereits hochgeladen, damit du es aber auch gleich Installieren kannst, brauchst du noch eine Datenbank in die WordPress alle Informationen und Inhalte abspeichert. Hierzu musst du bei deinem Hoster in dein „PHPMyAdmin“ einloggen. Da es von Hoster zu Hoster verschiedene ist, kann ich dir an der Stelle leider nicht sagen wo du es genau findest, aber dein Hoster hilft dir sicherlich weiter. Dort eingeloggt erstellst du entweder eine neue Datenbank oder nimmst eine Vorhandene. Bei Alfahosting sieht das Ganze z.B. so aus (Bild r.).

Was wir brauchen ist nun der Name der Datenbank, also z.B. usr_web████_2, die du eben erstellt, oder ausgewählt hast. Dann noch den Hostnamen des MySQL Servers (oftmals „localhost“ sowie den Benutzernamen und das Passwort.


2. Die eigentliche WordPress Installation

So, nun geht’s endlich los. Wir. Installieren. WordPress!

Zunächst einmal rufst du nun deine URL auf, wo du WordPress hinterlegt hast. Online wäre das z.B. dein Domainname und unter XAMPP wäre es http://localhost/deinOrdner/ o.Ä..

2.1. WordPress Fehler??? AAAAAH HILFE!!1

Nun müsstest du folgende Meldung vor dir haben, aber keine Angst. Das ist schon richtig so. 🙂

Es scheint so, als ob die Datei wp-config.php nicht existiert. Ich brauche diese Datei, bevor wir starten können.

Brauchst du Hilfe? Hier gibt es die englischsprachige Anleitung.

Du kannst die Datei wp-config.php durch das Webinterface erstellen, aber das funktioniert nicht mit allen Serverkonfigurationen. Der sicherste Weg ist, die Datei manuell zu erstellen.

Erstelle die Konfigurationsdatei

Wenn ja, dann gut, wenn nein, dann lief irgendwas falsch.

Man kann die Config Datei zwar auch vorher erstellen und somit diesen Fehler umgehen, aber wir machen das Ganze ja auf einfachstem Wege und daher erstellen wir sie über den Browser. Also, soweit so gut. Nun klickst du auf „Erstelle die Konfigurationsdatei“ und erhältst eine Kurze Information was du für die Installation benötigst. Aber, das wissen wir ja bereits. 😉 Also einmal auf den „Los geht’s“ Button klicken und dort die Daten der MySQL Datenbank angeben.

2.2. Einstellungen der MySQL Verbindung

Nun gibst du die zuvor notierten MySQL Daten ein, die ich bereits erwähnt habe. Hier kommt nun noch zusätzlich das Feld „Präfix“ hinzu. Hier solltest du definitiv etwas Eigenes angeben, wie z.B. „wp_test_“. Das hat 2 Gründe. Zum einen aus Sicherheitsgründen, denn wenn jemand mal durch ein fehlerhaftes Plugin oder so Zugriff auf die MySQL Datenbank haben könnte, so weiß er, dass wenn du WordPress benutzt deine Datenbank Tabellen mit wp_ anfangen und kann diese somit abrufen. Wenn du nun aber wp_test_ hast, ist es natürlich schwer diese zu erraten. Das klingt nun vllt. ein wenig nach bömischen Dörfern, aber solche Sicherheitslücken zu erklären wäre wiederrum ein komplett anderes Thema. Also langer Rede kurzer Sinn, bitte den Präfix ändern denn auch wenn du später eine zweite WordPress Installation aufsetzen möchtest, kannst du nicht nochmal die gleichen Tabellennamen benutzen. Und bevor du später  erst lang die Tabellenpräfix ändern musst, lieber von vorne rein richtig machen.

Sobald alles eingestellt ist musst auf den „Senden“-Button klicken und erhältst im besten Fall den folgenden Hinweis und klickst dort auf den „Installation ausführen“-Button.

Alles klar! Diesen Teil der Installation hast Du geschafft. WordPress kann jetzt mit deiner Datenbank kommunizieren. Wenn du bereit bist, kannst du jetzt die Installation ausführen

2.3. Die WordPress Installation

Super, bisher lief scheinbar alles soweit gut, wenn wir mal das Fiasko in der Küche ignorieren.

Also nun siehst du jede Menge Felder die es auszufüllen gilt.

Blogtitel = Der Name deines Blogs

Benutzername = Dein Benutzername mit dem du dich später in das WordPress Dashboard einloggen kannst. Hier solltest du unbedingt darauf achten, dass du nicht den vorgegebene „admin“ benutzt. Denn Angreifer wissen natürlich, dass das der Standard WordPress Name „admin“ ist und versuchen sich mit zufälligen Passwörtern einzuloggen. Daher: etwas anderes! Aber bitte nicht „administrator“ oder „webmaster“. Am besten deinen Vornamen oder so…

Passwort, doppelt = Hier gibst du dein Passwort ein. *****

Deine E-Mail-Adresse = Hier deine, wer hätt’s gedacht, E-Mail Adresse, an.

Privatsphäre = Und zu guter Letzt die Privatsphäre. Hier würde ich dir empfehlen den Haken rauszumachen, sodass du die Seite erst in Ruhe aufsetzten kannst, bevor Google leere oder fehlerhafte Seiten indiziert.

Wenn alles ausgewählt und eingestellt ist klickst du auf „WordPress installieren“ und wenn du alles richtig gemacht hast, dann erscheint folgender Hinweis:

WordPress wurde installiert. Falls du mehr Schritte erwartet hast, müssen wir dich leider enttäuschen. Alles fertig! 🙂

Super, dann klicken wir nun auf „Anmelden“ und kommen zu dem Loginfeld von unserem Dashboard, geben dort die Daten an und sind somit fertig mit der eigentlichen Installation.

Nun kannst du dich nach Belieben durchklicken. Die meisten Menüpunkte sind selbsterklärend und da wir uns ja für die deutsche Variante entschieden haben sollte es auch keine Probleme bei dem Verständnis geben. Falls du doch mal an irgendeiner Stelle nicht weiter weißt, kannst du uns dazu gerne in den Kommentaren deine Frage hinterlassen.

Ich werde schauen, dass ich bei Zeit noch einen Folgeartikel schreiben werde, der erklärt wie WordPress optimal eingestellt wird bzw. ein Artikel der alle Einstellungsmöglichkeiten erklärt.

Aber für’s erste sollte das reichen und ich wünsch dir erstmal viel Spaß mit deiner WordPress Installation.


3. Die Einrichtung: Weiter geht’s mit Themes und Plugins

Nachdem dein Blog bzw. deine WordPress Seite nun steht, geht es natürlich erst richtig los. Als nächstes solltest du schauen, dass du für dich ein passendes Theme findest. Wir haben ja bereits einige kostenlose WordPress Themes aber auch Premium Themes vorgestellt. und ebenfalls einen Artikel darüber geschrieben, wie du diese Themes installierst. Aber keine Sorge, selbst wenn du zu Beginn nicht die passende Theme findest, kannst du diese im späteren Verlauf jeder Zeit ändern. Da die Inhalte deiner Seite oder deines Blogs nicht an das Design / die Ausgabe gebunden sind.

Aber nicht nur die Optik kann angepasst werden, nein auch WordPress selbst. Durch sogenannte Plugins kannst du deine WordPress Installation um viele verschiedene Funktionen erweitern. Einige dieser Plugins sollte man unbedingt installieren, die meisten allerdings nur nach Bedarf. Zum einen ist das WordPress SEO by Yoast nicht verkehrt, aber auch ein Kontaktformular ist in den meisten Fällen ein klares Muss. Wir haben hier auf wpsnippets.de ebenfalls einen Artikel bzw. eine Anleitung wie du solche Plugins installieren kannst.

Und das war es eigentlich auch schon. Wenn du noch Fragen haben solltest, kannst du gerne die Kommentarfunktion benutzen, oder uns direkt eine Nachricht schreiben.


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